tempo d’affetto — Namings

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7.9.25
Fr 5.9.25 17h, Gaskessel Bern
So 7.9.25 18h, Walcheturm Zürich

Das Vokalensemble tempo d’affetto ruft Namen in die Vergangenheit. Der in Biel lebende Komponist Jalalu-Kalvert Nelson knüpft so Kontakt zu seinen Vorfahr*innen, die im Zuge des transatlantischen Sklav*innenhandels in die Amerikas verschleppt wurden.

Freitag, 5. September 2025, 17 Uhr
Musikfestival Bern, Gaskessel

Sonntag, 7. September 2025, 18 Uhr,
Kunstraum Walchenturm, Zürich

Besetzung
Jalalu-Kalvert Nelson, Performance
Valentin François, Trompete
Kunal Tiwari, Posaune
Christian Spitzenstaetter, Bassklarinette


Vokalensemble tempo d’affetto:
Maja Bader, Julia Frischknecht, Vera Hiltbrunner, Sopran
Lucrezia Lucas, Angela Wiedmer, Sarah Widmer, Alt
Emilio Gutiérrez, Bastien Masset, Joël Morand, Tenor
Ahmed Lüthi, Ruben Monteiro, David Zürcher, Bass
Moritz Achermann, Leitung


Michèle Benz, Choreographie / Dramaturgie
Lola Rosarot, Lichtdesign
Compagnie Merce & John, Konzept und Produktion

Das Vokalensemble tempo d’affetto ruft Namen in die Vergangenheit. Der in Biel lebende Komponist Jalalu-Kalvert Nelson knüpft so Kontakt zu seinen Vorfahr*innen, die im Zuge des transatlantischen Sklav*innenhandels in die Amerikas verschleppt wurden.

Während die spanischen Renaissance-Komponisten wunderbare und vollendete Kirchenmusik schufen, breitete sich das spanisch-portugiesische Kolonialreich aus. Man begann unter grausamsten Umständen Sklav*innen aus Afrika über den Atlantik in die beiden Amerikas zu deportieren. Der in Biel lebende US-amerikanische Komponist und Jazz-Trompeter Jalalu-Kalvert Nelson erinnert in seinen Vokalkompositionen an seine Vorfahr*innen. Im titelgebenden Chorwerk «Namings» ruft er sie an. Er verwebt Begriffe, Namen und Anrufungen verschiedener afrikanischer und karibischer Sprachen und knüpft so Kontakt zu Personen, die damals verschleppt wurden. Auch seine eigene Familiengeschichte verarbeitet Nelson in zwei Vokalwerken und entwirft im kammermusikalischen Liedzyklus «Four Songs / Four Worlds» die Vision eines friedfertigen Dialogs zwischen den Kulturen und Sprachen jenseits kolonialer Machtverhältnisse.

Ergänzt wird das Programm durch einen instrumentalen Kommentar der Komponistin Flurina Zehnder.

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