Die Welt ist wortwörtlich verrückt.
Die Präsidenten der Grossmächte kommen mit ihren Lügen und Betrügereien ungestraft davon, übertrumpfen sich tagtäglich mit neuen Absurditäten und werden dafür von ihrem Volk bejubelt. Für ihre Machterhaltung, sowie das eigene Ego, werden sinnlose Kriege geführt und Minderheiten skrupellos unterdrückt. Über Jahrhunderte erkämpfte Demokratien werden im Eiltempo Schritt für Schritt in autoritäre Staatsformen umgebaut. Faschismus und Rassismus sind nun wieder salonfähig. Ethisches, moralisches Handeln besitzt keinen Wert,
Profitmaximierung ist das Credo. Damit Milliardäre ihren absurden Reichtum noch vergrössern können, indem sie diejenigen, die nichts haben, ausnutzen, ausbeuten, auspressen. «Soziale» Medien spalten die Menschheit und minimieren echte Kontakte. Ein Austausch von Angesicht zu Angesicht, von Mensch zu Mensch verkommt zur Seltenheit.
Die Menschheit scheint sich selbst zu demontieren. In den Medien erscheinttäglich eine Hiobsbotschaft nach der anderen und erzeugen einen Sog, eine nicht enden wollenden Negativspirale, die uns immer weiter in die Tiefe zieht. Was ist das nur für eine Welt in der wir leben? Ist das noch meine Welt? Wie konnte es so weit kommen? Sollen wir einfach aufgeben? Man fühlt sich machtlos, hilflos und eine verzweifelte Wut. Unter der erdrückenden Last der Welt kann man sich nur kopfschüttelnd fragen: Warum?
Programm
Felix Mendelssohn-Bartholdy — Op. 78, Nr. 1: Warum toben die Heiden?
Zachary Wadsworth — War-Dreams
Francis Poulenc — FP 126: Un soir de neige
1. De grande cuillers de neige
2. La bonne neige
3. Bois meurtri
4. La nuit le froid la solitude
Thomas Jennefelt — Warning to the rich
Josquin Desprez — De profundis clamavi
Johannes Brahms — Op. 74, Nr. 1: Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen?